Pressespiegel

Andere über uns

Berichte über subreport in regionalen und überregionalen Medien.

  • 04.11.2013 - Treffen auf dem Campus

    Quelle: "Behörden Spiegel"

    Zweiter Kölner Vergabetag bei subreport

    (BS/sgz) Europa und die Globalisierung – das klingt nach Weite, Internationalität und Grenzüberschreitung. In der Welt der Beschaffer scheint dieser Gedanke jedoch eher Kopfschütteln und Zähneknirschen hervorzurufen. Zumindest kein Wohlwollen.


    Bei einer europaweiten Ausschreibung werden im Schnitt 5,4 Angebote offeriert und nur 3,2 Prozent der Ausschreibungen tatsächlich grenzüberschreitend vergeben. Diese ernüchternde Bilanz präsentierte Michael Eßig, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Münchener Universität der Bundeswehr, beim 2. Kölner Vergabetag.

    Klare Zielsetzungen gefordert

    Eingeladen hatte das Unternehmen subreport ins Radisson Blu-Hotel nahe des Kölner Messegeländes. Das Motto lautete “Tagen, Treffen. Testen.” Eßig, dessen Schwerpunkte in der Materialwirtschaft und Distribution liegen, hielt die Keynote und präsentierte auf humorige Weise harte Fakten. Er sei überzeugt: “Wir brauchen ein Vergaberecht. Aber ist das aktuelle richtig?” Die Politik sollte die öffentliche Beschaffung ressourcen-, nicht normierungsorientiert steuern. Der öffentliche Einkauf müsse auch für Lieferanten attraktiv(er) sein. So lauteten zwei seiner Thesen. Und wichtig sei besonders, sich seiner Zielsetzung bewusst zu werden: “Was wollen wir? Europa stärken oder die Unternehmen aus der Region? Es sind beides legitime politische Ziele, aber sie müssen definiert werden.”

    Fragt nach der Sinnfälligkeit des aktuellen Vergaberechts: Prof. Michael Eßig von der Universität der Bundeswehr München. Foto: BS/subreport

    Die Komplikationen des vermeintlichen Elfenbeinturms in Brüssel führte Dr. Peter Schäfer, Rechtsanwalt beim Bundesverband der Deutschen Industrie, vor Augen. Sein Fazit: Das EU-Vergaberecht kommt nicht zur Ruhe. Die EU-Kommission wolle Handlungsbereitschaft in der Krise signalisieren und brächte somit halbgare Vorlagen zustande. Ergebnis: Totale Überforderung.

    Mehr Selektion und Verwirrung

    In der Podiumsdiskussion am Nachmittag kamen dann Beschaffer und Nutzer zu Wort: Wie funktioniert die öffentliche Vergabe in der Praxis? Was ist strategischer Einkauf? Man plauderte aus dem Nähkästchen. Teilnehmer waren Monika-Anna Hartnagel-Kreher vom Landkreis Darmstadt-Dieburg, Jörg Lenk für die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Claus Müller von der WEITZ &  Co. GmbH sowie Richard Pohl von HOCHTIEF Solutions, Peter Stamm von der WhereGroup GmbH und Wolfgang Tielke, Vertreter der Hansestadt Medebach.
    Allgemeines Fazit der Runde: Es gibt nicht mehr Angebote, aber viel mehr Selektion. Und die Vielzahl von bestehenden Vergabeplattformen führt zu Verwirrungen. Auch die Angst vor Technik, beispielsweise die digitale Signatur, sorge gerade bei der älteren Generation für Unsicherheit. “Ohne Aufwand von der Bieterseite funktioniert es einfach nicht”, fasste Hartnagel-Kreher zusammen. “Es kommt auf die Köpfe an, die dahinter sitzen”, ergänzte Stamm.

    Zum Schluss der Veranstaltung hatten die Besucher dann Gelegenheit, sich auf dem “Campus”-Gelände auszutoben. subreport CAMPUS ist eine neue Plattform für Daten, Fakten und Aufträge. Es ermittelt den Bedarf von Auftraggebern mit den Angeboten der Unternehmen, sammelt und verteilt Wissen, knüpft Kontakte und vernetzt.
    Des Weiteren konnten und können sich Interessierte im Beirat eVergabe anmelden, um subreport ELVIS – Elektronisches Vergabeinformationssystem für öffentliche Aufträge – weiter zu entwickeln und eVergabe-Lösungen zu erarbeiten. “Mal sehen, was dabei herauskommt”, meinte Johannes Rother, Prokurist und Produktmanager bei subreport, “wir sind gespannt.”

  • 23.07.2013 - Mitarbeiter halten — so klappt’s!

    Quelle: "Die Unternehmerin" - Zeitschrift des Verbandes deutscher Unternehmerinnen, Ausgabe 1/2013

    Jahresauftakt mit Podiumsgästen
    Auf dem Podium im Kölner Rotonda Business Club Ende Januar saßen drei Frauen, die sich permanent mit dem Thema auseinandersetzen, wie man gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnt: Prof. Dr. rer. nat. Margot Ruschitzka von der Fachhochschule Köln, Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion, Edda Peters von subreport, Verlag Schawe GmbH, und Brigitte Kasztan bei der Ford-Werke GmbH Diversity Managerin Ford of Europe/Ford of Germany. Nach der Begrüßung durch Martina Teichelmann übernahm Stefanie Lauterbach, Coach und Organisationsberaterin, die Moderation und stieg gleich ein mit der Frage: Was brauchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sich in einem Unternehmen wohlzufühlen?

    Kurz und präzise waren die Aussagen der drei Diskussionsteilnehmerinnen: „Anerkennung, Zugehörigkeitsgefühl und wirksam sein im eigenen Tun” – so formulierte Brigitte Kasztan die zentralen Faktoren und erntete die Zustimmung der anderen. Edda Peters erläuterte ihre Taktik, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dauer nicht unbedingt dafür einzusetzen, wofür sie eingestellt wurden, denn: „Es kann sein, dass jemand nach einem Jahr ganz woanders tätig wird als zu Beginn, weil er sich dafür als besonders geeignet erwiesen hat.” Auf die Frage, warum so wenige Frauen in MINT-Berufe einsteigen, äußerte Professorin Ruschitzka die klare Meinung, dass mit der Heranführung von Mädchen an diese Fächer sehr früh angefangen werden müsse. Brigitte Kastzan unterstützte diese Haltung und ergänzte: „Es gibt wenige Vorbilder für Frauen in diesen Berufen auf der Leitungsebene - das kann man auch bei Ford sehen.” Edda Peters argumentierte gar: „Mädchen werden viel zu sehr in eine rosa Umgebung gesteckt.” Auf das Thema Diversity angesprochen, erzählte Margot Ruschitzka vom Beispiel einer Frau, die durch die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und einem Automobilunternehmen ihre Fähigkeiten ganz speziell ausrichten konnte, sodass Unter-nehmen und Mitarbeiterin profitierten. Brigitte Kasztan wies darauf hin, dass Unternehmen es in der eigenen Hand haben, indem sie deutlich machen, welches Verhalten erwünscht ist und dass die Akzeptanz der Vielfalt auch trainiert werden kann. Edda Peters berichtete von der Einrichtung einer „Krabbelstube”, in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kinder bringen können und von dem Gebetsraum für Andersgläubige in ihrer Firma.

    Nach diesen spannenden Austausch von Beispielen, Ideen und Erklärungen bezog die Moderatorin das Publikum mit ein. Die 50 anwesenden Gäste bekamen Gelegenheit, sich in Zweiergesprächen über das Gehörte auszutauschen und auf Zetteln eigene Fragen und Ideen zu notieren. Währenddessen ging Stefanie Lauterbach durch die Reihen und befragte die Diskutierenden dazu, was ihnen so gerade durch die Köpfe ging. Ein gelungener Start, passend zum diesjährigen VdU-Motto: „Mit den besten Köpfen Erfolg sichern”.

  • 09.07.2013 - Aufträge online vergeben – Systemumstellung beim Landkreis Lüneburg

    Quelle: Landeszeitung für die Lüneburger Heide

    lk Lüneburg. Die Gebäudewirtschaft des Kreises Lüneburg nutzt ab August die e-Vergabe, bei der Aufträge auf elektronischem Weg ausgeschrieben werden. Der Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung nutzt bereits dieses Verfahren, das nach europäischem Recht voraussichtlich ab Mitte 2016 für alle Behörden und öffentlichen Stellen verbindlich wird. Kosten und Zeitaufwand für die Bieter sollen sich dadurch langfristig erheblich reduzieren. Alle weiteren Fachdienste, die Aufträge ausschreiben, werden in der nächsten Zeit ebenfalls umsteigen.

    Für die e-Vergabe nutzt der Landkreis das Programm ELViS. „Durch die Online-Suche
    können sich Bieter schnell und gezielt die passenden Ausschreibungen heraussuchen“, sagt Claudia Döpper, Leiterin des Fachdienstes Interne Dienste. Ein Vorteil für Firmen aus dem Kreis Lüneburg: Die Nachbarkreise Harburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Heidekreis und Herzogtum Lauenburg nutzen bereits dasselbe Programm, sodass für viele Ausschreibungen auf regionaler Ebene eine einmalige Anmeldung bei ELViS ausreicht.

  • 08.07.2013 - Ohne ist unverzeihlich – Elektronische Vergabe braucht digitale Angebote

    Quelle: Behörden Spiegel

    (BS/Johannes Rother*) Die elektronische Vergabe öffentlicher Aufträge ist auf dem Vormarsch, soviel ist sicher. Spürbar ist das auch an den steigenden Nutzerzahlen der gängigen Plattformen. Mancher Anbieter wird deshalb nicht müde, mit Kennzahlen wie den bei ihm registrierten Vergabestellen und Unternehmen zu werben. Das ist gut und richtig, allein: Erst eine hohe Quote digitaler Angebote ist – mit Verlaub – das Salz in der eVergabesuppe.

    „Vergeben ohne Internet ist unverzeihlich“: Professor Heckmann hat es beim 1. Kölner Vergabetag 2012 treffend formuliert. Dass der elektronischen Vergabe als Nachfolgerin des herkömmlichen Papierverfahrens die Zukunft gehört, da sind sich alle einig. Einigkeit besteht auch in der Feststellung, dass eVergabe viel mehr ist als die Online-Veröffentlichung von Bekanntmachungen oder der Download von Vergabeunterlagen. Genau hier aber liegt die Krux. Erst kürzlich war im Behörden Spiegel wieder einmal zu lesen, dass die Abgabe digitaler Angebote für viele Unternehmen noch eine Hemmschwelle ist, sie überwiegend noch die Möglichkeit der schriftlichen Angebotsabgabe nutzen.

    Da erst mit der digitalen Angebotsabgabe die großen Einsparpotenziale und vielen Vorteile der eVergabe wirklich zum Tragen kommen, lohnt es sich, nachzufragen. Was kann man dafür tun, dass auch diese letzte Hemmschwelle überwunden wird? Manche Auftraggeber sind dazu übergegangen, nur noch digitale Angebote zuzulassen. Der Flughafen Düsseldorf beispielsweise hat sich dafür entschieden. Aber nicht jeder will oder kann diesen Weg gehen. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt Alternativen.

    Der Einstieg in die eVergabe erfolgte bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB) im Herbst 2008. Seitdem wurden alle Ausschreibungen über die damalige eVergabelösung abgewickelt. Obwohl die Vergabeunterlagen von Anfang an nur noch digital zur Verfügung gestellt wurden, war die Bereitschaft der Bieter zur Abgabe der Angebote in digitaler Form in den ersten Jahren nur sehr zögerlich – vergleichbar der oben skizzierten Situation. Nach einer Umfrage unter den Bieterfirmen, umfangreichen Recherchen und intensivem Erfahrungsaustausch mit Kollegen anderer Vergabestellen entschieden sich die SteB ab dem 01.01.2011 für den Wechsel zur eVergabeplattform subreport ELViS. Der Anteil der elektronischen Angebote steigerte sich seither sprunghaft von nur 14 % für das ganze Jahr 2010 auf 64 % der Gesamtzahl aller Angebote bis Mitte Juli 2011 und durchschnittlich 98,1 % 2013.

    Jörg Lenk, stellvertretender Leiter der StEB-Vergabestelle: „Von den Bieterfirmen wird neben der einfacheren und selbsterklärenden Handhabung der Vergabeplattform besonders die kostenfreie und freundliche Hilfestellung durch das Team von subreport hervorgehoben.“ Das sind sie wohl, die drei entscheidenden Kriterien für den Erfolg - eine intuitiv zu bedienende Plattform, ein intensiver und kompetenter Support. Und natürlich ein engagierter Auftraggeber.

    Übrigens: StEB, Stadt Neuss, Rhein-Kreis Neuss, Stadt Dülmen und Abfallwirtschaftsbetriebe Köln haben sich zusammengeschlossen und arbeiten alle mit subreport ELViS. „Eine Region, ein System“, so lautet der Name der Initiative, die auch gemeinsame Infoveranstaltungen für Bewerber und Bieter durchführt. Man vernetzt sich also in NRW. Das ist interessant, hat doch die Bundesbeauftragte für IT, Cornelia Rogall-Grothe, erst Ende 2012 betont: Dass Deutschland derzeit noch nicht zu den fortschrittlichsten eGovernment-Nationen gehöre, liege an der fehlenden Vernetzung der bestehenden eGovernment-Angebote. Und immerhin soll deutsches eGovernment ja bis 2020 an der Weltspitze stehen. Es scheint, als würde der richtige Weg dorthin über das Rheinland führen.

    * Johannes Rother ist Mitglied der European Society for eGovernment und Produktmanager sowie Prokurist bei subreport.

  • 07.06.2013 - Was stört, was hilft? – E-Government ganz praktisch betrachtet

    Quelle: Behörden Spiegel

    Der Behörden Spiegel ist Medienpartner der ESG

    (BS/gg) Auf Initiative der European Society for eGovernment (ESG) diskutierten Mitte April zahlreiche Experten und Interessierte über ein zeitgemäßes und leistungsfähiges E-Government. So beeindruckend die Kulisse im 13. Stock eines der Kranhäuser des Kölner Rheinauhafens war, so facettenreich, praxisorientiert und offen verlief dann auch die Diskussion.

    “Deutschland braucht eine Abkehr vom Aufbau eigener behördlicher Kommunikationsinfrastrukturen”, ist sich Dr. Sönke Schulz, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, sicher. Es würden sich nur Angebote und Dienste durchsetzen, die sowohl für E-Commerce als auch für E-Government eingesetzt werden könnten. “Die klassische Briefkommunikation war ja schließlich auch übergreifend angelegt”, gibt Dr. Schulz zu Bedenken. Zudem sei es wichtig, die elektronische Kommunikation zum Normalfall und Ausgangspunkt gesetzlicher Regelungen zu machen. “Viele Regelungen, auch das E-Government-Gesetz, basieren auf dem Grundgedanken Papier gleich Original. Dies muss dringend überwunden werden”, forderte Dr. Schulz.

    Martin G. Löhe vom Fraunhofer-Institut FOKUS sieht im EGovernment-Gesetz die kurzen Innovationszyklen der IT nicht hinreichend berücksichtigt. Er kritisierte das Fehlen von Technikneutralität, eines Evaluationsrahmens und einer Experimentierklausel.

    Dr. Markus Brakmann, Referent im Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, ist es wichtig, dass E-Government interdisziplinär umgesetzt wird. “In vielen Fällen können wesentliche Effizienzgewinne erst durch Veränderungen in den Verwaltungsprozessen erzielt werden”, so Dr. Brakmann. Hierzu sei ein enges Zusammenwirken von Fachabteilung, IT-Abteilung, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit erforderlich. “In der externen Kommunikation wird ein ganzheitlicher und kundenorientierter Ansatz im E-Government zunehmend wichtiger. Vor diesem Hintergrund muss die verstärkte Kooperation mit anderen Verwaltungen gesucht werden”, erklärte Dr. Brakmann weiter.

    Für Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, stellen die Angebote des E-Governments derzeit noch ein Zusatzangebot neben den klassischen Wegen des Verwaltungshandelns dar. “Ein Nutzungswandel braucht Zeit und muss über das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage über einen längeren Zeitraum erfolgen.” Doch auch den finanziellen Aspekt hat der Landrat im Blick. “Die Einführung von effizienten E-Government-Strukturen und -Verfahren kann im Einzelfall hohe Anfangsinvestitionen erfordern. Hier dürfen politische Vorgaben die Leistungsfähigkeit der Behörden nicht überfordern”, forderte Kühn. Andererseits müssten bei positiver Prüfung entsprechende Mittel von der Politik bereitgestellt werden.

    Angesichts der zahlreichen und lebhaften Diskussionen um das E-Government-Gesetz, war Dr. Georg Thiel, Ständiger Vertreter der Abteilungsleiterin O im Bundesinnen-ministerium, u. a. ein Aspekt ganz wichtig: “Das E-Government-Gesetz schafft Klarheit”,  so Dr. Thiel. Das Gesetz gebe die notwendige Rechtssicherheit, um E-Government in die Alltagspraxis umsetzen zu können, denn es kläre viele Fragen. Welche Alternativen zur persönlichen Unterschrift des Bürgers sind zulässig? Was ist zu beachten, wenn statt Papierakten zukünftig elektronische Akten geführt werden? Welche Technik muss die Behörde anschaffen? “Damit baut das Gesetz entscheidende Hürden ab, die der breiten Anwendung von E-Government allzu oft noch im Wege stehen”, erklärte Dr. Thiel weiter.

    Ein Ende der Diskussionen über das Thema, das machte die rege Beteiligung des Publikums im Rahmen der Veranstaltung deutlich, wird auch und gerade durch die Verabschiedung des E-Government-Gesetzes nicht erreicht werden. Und das ist auch gut so.