newsreport April 2014

  • ELViS 2.0: Der Beirat hat seine Arbeit aufgenommen

    Seit fast 100 Jahren richtet sich subreport konsequent an den Wünschen und Bedürfnissen seiner Kunden aus. Das Motto der Produktentwicklung lautet daher: „Aus der Praxis für die Praxis“. Ein solches gegenseitiges Verstehen wächst nur im Miteinander, im Austausch, in persönlichen Gesprächen und Diskussionen. Um diesen Dialog noch weiter zu intensivieren, wurde jetzt der Beirat subreport ELViS gegründet. Die konstituierende Sitzung fand statt am 31.03.2014.

    Es war ein für alle Beteiligten hochinteressanter Tag. In einem ersten Schritt wurden gemeinsam mit dem Beirat der aktuelle Planungsstand von subreport ELViS 2.0 engagiert diskutiert und gemeinsam weitere Schritte und Szenarien entwickelt. Warum? Weil es nach 13 Jahren erfolgreichen Produktivbetriebs jetzt einfach an der Zeit ist, die erfolgreiche eVergabe-Plattform auf neue Beine zu stellen, den nächsten großen Wurf zu realisieren. Einige Stichworte seien schon an dieser Stelle genannt: neue Technologie, erweitertes Vergabemanagementsystem, modularer Aufbau, modernes Layout, bessere Performance, noch mehr Sicherheit und wie immer: einfach, einfach, einfach!

    Beirat als ideale Plattform

    Unterstützt wird subreport bei der Neukonzeption vom Beirat subreport ELViS. Im Beirat engagieren sich Auftraggeber und Unternehmen; er trifft sich etwa alle 3 Monate in Köln. Seine Aufgaben sind:

    • Lösungen, Services und Prozesse aus Nutzersicht diskutieren
    • Verbesserungen auf den Weg bringen
    • Gemeinsam mit subreport neue Ideen und Innovationen entwickeln

    Edda Peters, subreport Geschäftsführerin und Initiatorin des Beirats: „Der Beirat ist die ideale Plattform für die Entwicklung von praktischen Lösungen für unsere Kunden. Denn auch in Zukunft wollen wir Auftraggeber und Unternehmen nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern. Insofern danke ich allen Mitgliedern des Beirats schon heute für ihr Engagement!“

  • Ante portas: Pflicht zur elektronischen Vergabe

    Vor wenigen Tagen, am 28.03.2014 nämlich, wurden die neuen EU-Vergaberichtlinien zur Modernisierung des Vergaberechts im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Aus ihnen geht – wie erwartet – hervor, dass die Pflicht zur Umsetzung der eVergabe kommt. In den Richtlinien wird jetzt aber auch im Detail definiert, zu welchem Zeitpunkt welcher Teil des Vergabeprozesses elektronisch möglich sein muss. Wir fassen für Sie die wichtigsten Informationen zusammen.

    Die Richtlinien treten am 18.04.2014 in Kraft und sind damit spätestens am 18.04.2016 in nationales Recht umzusetzen. Bezogen auf die einzelnen Teilschritte eines Vergabeverfahrens definieren sich die Fristen wie folgt:

    1.         EU-Bekanntmachung

    Ab dem 18.04.2016 ist die Bekanntmachung bei EU-weiten Verfahren elektronisch zu übermitteln. Damit ist ab diesem Termin nur noch die Erfassung über SIMAP oder die Übermittlung durch zertifizierte OJS-eSender möglich – und eben nicht mehr über Fax oder PDF.

    2.         Vergabeunterlagen

    Ab dem 18.04.2016 müssen Vergabeunterlagen elektronisch und kostenfrei direkt zugänglich sein. Ob die Bewerber sich vor dem Zugriff auf die Unterlagen registrieren müssen oder nicht, ist noch offen. Eine Registrierung allerdings ist Voraussetzung, um über Änderungen der Unterlagen auch informiert zu werden.

    3.         Bewerber- / Bieterkommunikation

    Ab dem 18.04.2017 (zentrale Vergabestellen nach EU-Definition) bzw. ab dem 18.10.2018 (übrige Vergabestellen) darf die Kommunikation mit Bewerbern und Bietern nicht mehr auf dem Postweg sondern nur noch elektronisch durchgeführt werden.

    4.         Angebotsabgabe

    Ab dem 18.04.2017 (zentrale Vergabestellen nach EU-Definition) bzw. ab dem 18.10.2018 (übrige Vergabestellen) muss die Annahme von Angeboten elektronisch und mit Signatur erfolgen.

    Die Richtlinien zum Download finden Sie hier.

    Als Nutzer von subreport ELViS sind Sie bei allen Vergaberechtsänderungen natürlich immer rechtzeitig mit auf der sicheren Seite. Garantiert!

    Die EU-Vergaberichtlinien und ihre Konsequenzen für die elektronische Vergabe sind übrigens auch ein Thema beim 3. Kölner Vergabetag.

    Notieren Sie sich deshalb schon heute den 30.09.2014. Es wird sehr interessant!

  • Modellkommune eGovernment

    Eine Jury aus Vertretern des Bundesministeriums des Innern, der kommunalen Spitzenverbände und unabhängigen Experten hat kürzlich aus einer Vielzahl Bewerbungen den Landkreis Cochem-Zell sowie die Städte Düren und Gütersloh als „Modellkommune eGovernment“ ausgewählt. Mit dem Projekt sollen die großen Potenziale aufgezeigt werden, die eGovernment für Kommunalverwaltungen hat.

    Konkret heißt das: Die drei Modellkommunen werden mit je EUR 100.000,00 bei der Konzipierung und Umsetzung von eGovernment-Anwendungen unterstützt. Denn: eGovernment ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die Verwaltung bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten. Da fast ausschließlich alle Verwaltungskontakte der Bürger und Unternehmen auf die Kommunalverwaltungen entfallen, wird eGovernment nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn es in größerem Umfang auf kommunaler Ebene zum Einsatz kommt.

    eVergabe ist eGovernment

    Zunächst wird erfasst und dokumentiert, ob und welche eGovernment-Lösungen in den Beispielkommunen bereits vorhanden sind. Anschließend sollen Ressourceneinsatz, Umsetzung und Wirksamkeit beschrieben werden. Im Ergebnis des Pilotprojekts schließlich erarbeitet man anhand der Erfahrungen in den Modellkommunen einen Leitfaden „Weg zur eGovernment-Kommune“.

    Übrigens: Der Landkreis Cochem-Zell arbeitet seit Mai 2013 mit subreport ELViS und sieht dies als gelungenen Einstieg ins eGovernment.

  • Lieferantensuche → Firmendarstellung = Aufträge

    Die öffentliche Hand sucht händeringend gute Lieferanten für ihre Aufträge. Daher benötigen die öffentlichen Auftraggeber für ihre Beschaffungsvorhaben leistungsfähige, kompetente und erfahrene Unternehmen. Kein Wunder also, dass sie die neue Funktion „Lieferantensuche“ exzessiv nutzen. Bei der eVergabe mit subreport ELViS z.B. haben die Auftraggeber inzwischen tausende Firmen mit nur einem Klick in ihre Favoritenliste exportiert und anschließend zur Angebotsabgabe aufgefordert. Auch bei der eBeschaffung mit subreport CAMPUS bietet die Lieferantensuche den Auftraggebern diese Vorteile. Und das Beste: Die Lieferantensuche ist für registrierte öffentliche Auftraggeber KOSTENFREI!

    Der große Erfolg des neuen Angebots hat sicherlich auch damit zu tun, dass die eVergabe-Plattform subreport ELViS selbst immer stärker frequentiert wird: Allein im März 2014 wurden dort 1.195 neue Teilnehmer freigeschaltet und die Anzahl der beschränkten Verfahren ist gerade in 2014 enorm gestiegen.

    Marketing, das sich lohnt

    Als subreport-Kunde ist man mit einem BASIS-Eintrag in subreport CAMPUS bereits vertreten. Doch erst mit den Firmendarstellungen STANDARD oder BUSINESS erreichen sie gezielt Zigtausende von Auftraggebern – übrigens auch aus der Privatwirtschaft. Damit gilt: Je professioneller sich ein Unternehmen auf subreport CAMPUS präsentiert, desto besser gestaltet sich seine Auftragslage.

    Immer mehr wird von Entscheidern deshalb die Chance genutzt, das eigene Unternehmen auf subreport CAMPUS mit allen Facetten zu präsentieren, damit Auftraggeber es nicht nur sofort finden, sondern es auch bei ihren Beschaffungsvorgängen berücksichtigen.

    Höchste Zeit, dabei zu sein, oder? Klicken Sie einfach hier. Zeigen Sie sich Auftraggebern von Ihrer besten Seite, mit dem richtigen Ansprechpartner und seinen persönlichen Kontaktdaten, mit Referenzen, Zertifikaten, Mitgliedschaften, usw. Und bieten Sie damit Auftraggebern die Möglichkeit, Sie für ihre Beschränkten und Nichtoffenen Vergabe-Verfahren auszuwählen.

  • BGH: Keine Wertung von Nebenangeboten bei alleinigem Zuschlagskriterium „Preis“!

    Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Ulf Christiani, Chemnitz und Köln.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Beschluss vom 07.01.2014 (X ZB 15/13) eine für die Vergabepraxis äußerst relevante und in der Spruchpraxis der Vergabesenate umstrittene Frage höchstrichterlich entschieden: In europaweit durchzuführenden Verfahren dürfen Nebenangebote nicht zugelassen und gewertet werden, wenn einziges Zuschlagskriterium der Preis ist.

    Als Nebenangebot bezeichnet man ein Angebot, das von der Leistungsbeschreibung abweicht. Der Begriff „Nebenangebot“ setzt also eine Abweichung in technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher oder anderer Hinsicht vom geforderten Angebot voraus. Durch die Zulassung von Nebenangeboten wird die Erfahrung, der Sachverstand und das Innovationspotenzial teilnehmender Bieter für den Auftraggeber nutzbar gemacht.

    Bis zur Entscheidung des BGH war umstritten, ob Nebenangebote zuzulassen und zu werten sind, wenn das einzige Zuschlagskriterium der Preis ist. Das OLG Schleswig-Holstein bejahte die Frage.  Das OLG Düsseldorf und das OLG Jena sahen die Wertung von Nebenangeboten in einem solchen Fall als nicht vereinbar mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht an.

    Endlich Rechtsklarheit

    Der Beschluss des BGH vom 07.01.2014 sorgt nunmehr für Rechtsklarheit und beendet die für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen unbefriedigende Situation. Ist in einem europaweiten Vergabeverfahren der Preis das einzige Zuschlagskriterium, dürfen Nebenangebote nicht zugelassen und gewertet werden. Diese Schlussfolgerung zieht der BGH unabhängig von den durch die Oberlandesgerichte angestellten europarechtlichen Erwägungen bereits aus dem nationalen Vergaberecht.  Danach besteht (lediglich) die Verpflichtung in den Vergabeunterlagen Mindestanforderungen festzulegen, denen die Nebenangebote entsprechen müssen. Mindestanforderungen können und sollen jedoch nicht dazu dienen, eine wettbewerbskonforme Wertung von Nebenangeboten vornehmen zu können. Generell sind  – so der BGH – solche Mindestanforderungen zweckmäßig, die den Bietern einen Spielraum, eine Variationsbreite in der Ausarbeitung von Nebenangeboten belassen. Wenn der Preis jedoch das einzige Zuschlagskriterium wäre, ließe sich das Qualitätsniveau oder der technisch-funktionelle Wert eines Nebenangebots über die festgelegten Mindestanforderungen hinaus gar nicht bewerten. Will ein Auftraggeber daher Nebenangebote zulassen und werten, muss er, so der BGH, neben dem Preis weitere „aussagekräftige, auf den jeweiligen Auftragsgegenstand und den mit ihm zu deckenden Bedarf zugeschnittene Zuschlagskriterien“ festlegen.

    Weitere Zuschlagskriterien

    Bei der Festlegung weiterer Zuschlagskriterien muss im Übrigen unabhängig von der Zulassung von Nebenangeboten immer darauf geachtet werden, dass ein zusätzliches Zuschlagskriterium im Rahmen der Gewichtung nicht auf ein völlig unbedeutendes Maß herabgestuft wird und nicht hinter dem Preiskriterium „verschwindet“. Denn „Alibikriterien“ (zum Beispiel 95 % Preis und 5 % Terminplanung) sind nach der Rechtsprechung des OLG Düsseldorf (Beschluss vom 27.11.2013, Verg 20/13) unzulässig (vgl. auch VK Bund, Beschluss v. 14.01.2014, VK 2-118/13). Eine vergaberechtswidrige Gewichtung kann dazu führen, dass erneut ausgeschrieben werden muss – samt neuer Kriterien. Ein Ergebnis, das sich durch eine sorgfältige Auswahl und Gewichtung von Zuschlagskriterien vermeiden lässt!

    Rechtsanwalt Ulf Christiani, Chemnitz und Köln

    Heuking Kühn Lüer Wojtek

  • KOINNO sorgt für Innovation beim Einkauf

    Die Vergabe öffentlicher Aufträge und Innovation gelten oft als Widerspruch in sich. Den Gegenbeweis anzutreten und nachhaltig für die Innovationsorientierung des öffentlichen Einkaufs zu sorgen, ist die Mission des Kompetenzzentrums für innovative Beschaffung (KOINNO). Und was kann Skeptiker mehr überzeugen als erfolgreiche Beispiele aus der Praxis?

    Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierten Kompetenzzentrums KOINNO ist, Innovation dauerhaft im Handlungsraum öffentlicher Einkäufer zu verankern. Das heißt auch, dass Verständnis und Sensibilität des öffentlichen Einkaufs im Hinblick auf seine strategische Funktion für die Beschaffungsmärkte gesteigert werden muss.

    Es geht schon heute

    Gleichzeitig soll gezeigt werden, wie innovative Beschaffung schon heute erfolgreich umgesetzt werden kann und umgesetzt wird. Nur durch gute praktische Beispiele nämlich kann erreicht werden, dass der angestrebte Veränderungsprozess auch wirklich angestoßen wird. Solche praktischen Erfahrungen und Best Practices finden interessierte Beschaffer ab sofort hier.

  • Vielfalt heißt Zukunft

    Seit vielen Jahren ist die Unterschiedlichkeit der MitarbeiterInnen ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur bei subreport. 2009 wurde subreport deshalb mit dem Preis „Vielfalt gewinnt“ der Stadt Köln geehrt. Vor kurzem unterzeichnete Geschäftsführerin Christiane Schäffer die „Charta der Vielfalt“. Was ist das und was haben Sie als Kunde davon?

    Die Charta der Vielfalt ist eine 2006 gegründete deutsche Unternehmensinitiative, die sich für die Förderung und Wertschätzung aller MitarbeiterInnen einsetzt. Herzstück der Initiative, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht, ist eine Selbstverpflichtung zu Vielfalt und Toleranz, Fairness und Wertschätzung von Menschen im Arbeitsleben. Durch die Unterzeichnung verpflichtet sich subreport, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist. So wird eine offene Unternehmenskultur etabliert, die die unterschiedlichen Talente im subreport-Team erkennt, nutzt und fördert, um Märkte optimal zu bedienen.

    Vielfalt ist gesellschaftliche Wirklichkeit

    Christiane Schäffer: „Vielfalt ist uns eine echte Herzensangelegenheit. Unsere Maßnahmen zu ihrer Aktivierung und Steigerung sind breit gestreut und reichen von Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zur erfolgreichen Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Für uns ist die Unterschiedlichkeit unserer MitarbeiterInnen ein Spiegelbild der Gesellschaft – und damit der Kunden, die wir für uns gewinnen wollen. Unsere Erfahrung ist: Aus Vielfalt entspringt besonders große Kreativität, und die kommt unseren Kunden Tag für Tag zu Gute.“

    subreport bildet aus

    Vielfalt sichert also Zukunft – qualifizierter Fachkräftenachwuchs tut es auch. Hat subreport bisher schon in den Berufen Kaufmann/-frau für Dialogmarketing und Kaufmann/-frau für Bürokommunikation ausgebildet, freut sich das Team 2014 auf Auszubildende im neuen Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement.

  • Mindestlohn-Übersicht aktualisiert

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat kürzlich eine aktualisierte Aufstellung über die geltenden Mindestlöhne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz veröffentlicht. Die Mindestlöhne werden dort nach den Regionen im Bundesgebiet aufgeschlüsselt. Gleichzeitig weist das BMAS allerdings darauf hin, dass die Aufstellung lediglich als Arbeitshilfe dienen soll und damit keinerlei Haftung für die inhaltliche Richtigkeit übernommen wird.

    Die aktuelle Übersicht finden Sie hier.

  • Sicherheit um jeden Preis

    Ein Gastbeitrag von Dunja Paterok - Fachkraft für Arbeitssicherheit und Thomas Engels (Co-Autor) - Dozent für Arbeitssicherheit, Sankt Augustin.

    „Fuck the EU!“, fluchte kürzlich eine US-Diplomatin. Der Hintergrund: Fragen der internationalen Sicherheit, Machtfragen, Geld. Was auf globaler Ebene wie selbstverständlich in einem Atemzug genannt wird, bleibt auf betrieblicher Ebene meist ein Tabu: die Wechselwirkung von Sicherheit und Kosten. Deutlich wird dies besonders am Beispiel der öffentlichen und gewerblichen Beschaffung.

    „Hauptsache gut und günstig!“, lautet es dort. Doch weitere, rechtlich und finanziell bedeutende Aspekte fallen oft erst im Nachhinein schmerzlich auf: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

    Ob Reinigungsmittel, Wartungsarbeiten oder Personal - jeder Einkauf birgt Risiken. Unfälle und krankheitsbedingte Ausfallzeiten, Produktionsfehler, Imageverlust oder zusätzlicher zeitlicher Aufwand zählen zu den Folgen fehlender sicherheitstechnischer und arbeitsmedizinischer Betrachtung.

    Haftung und Gefährdungsbeurteilung

    Ob man die EU nun kritisch sieht oder nicht – viele deutsche Gesetze entstehen auf europäischer Ebene. So wird 1996 das Arbeitsschutzgesetz zum Schutz der Arbeitnehmer verabschiedet und damit ist Fakt: Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung für das Leben und das Wohl seiner Mitarbeiter.

    Rutscht ein Beschäftigter in der von der Reinigungsfirma hinterlassenen Wasserlache aus und bricht sich das Handgelenk, fragt die Behörde: Ist der Arbeitgeber seiner gesetzlichen Fürsorgepflicht nachgekommen? Was hat er getan, um den Unfall zu verhindern? Nach Arbeitsschutzgesetz hat er alle möglichen Gefährdungen, denen seine Beschäftigten ausgesetzt sind, zu ermitteln und zu beurteilen. Dabei darf der Blick auf die betriebliche Organisation sowie der Blick auf die innerbetrieblichen Prozesse nicht fehlen.

    Unfälle passieren nicht einfach

    Unfälle werden verursacht - meist durch unklare Verantwortlichkeiten, mangelnde Aufgabenbeschreibung und undefinierte Informationsflüsse. Nehmen wir dazu den Ablauf der Bedarfsanforderung unter die Lupe: Der Bedarf „externe Gebäudereinigung“ wurde von der Haustechnik angefordert und landete auf dem Tisch des Einkäufers. Wie kann in diesem Teilprozess die Arbeitssicherheit integriert werden?

    An dieser Stelle müssen die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie der Betriebsmediziner eingeschaltet werden. Als interne oder externe Berater wissen sie genau, welche berufsgenossenschaftlichen Vorschriften oder staatlichen Verordnungen zu beachten sind. Werden die Leitern und Tritte der Reinigungsfirma nach Betriebssicherheitsverordnung regelmäßig überprüft? Fallen die verwendeten Desinfektionsmittel unter die Gefahrstoffverordnung? Wird beim Fensterputzen in der Höhe persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz benutzt? Sind die Fremdmitarbeiter in sicherheitsgerechtem Verhalten unterwiesen? Liegen arbeitsmedizinische Untersuchungen vor?

    Erhält der Einkäufer diese Abfrage in Form einer Checkliste, verfügt er über ein verlässliches Instrument bei der Ausschreibung - zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen und zur Reduzierung „eingekaufter“ Gefährdungen. Bei der Vergabe werden somit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als gleichberechtigte Kriterien berücksichtigt.

    Ob durch Reinigungsmittel verursachte Allergien, ein durch Wartungsarbeiten entfachter Brand oder ein durch Fremdpersonal verursachter Sturz – hinterher ist man immer schlauer, mitunter für einen hohen Preis. Die Integration eines Arbeitsschutzmanagementsystems in das Unternehmen ist da der klügere und letztlich auch günstigere Weg. Eine Investition, die sich lohnt!

    Mehr Information zum Thema Optimierung von Arbeitsbedingungen finden Sie hier.

    Dunja Paterok - Fachkraft für Arbeitssicherheit - Mplus

    Thomas Engels (Co-Autor) - Dozent für Arbeitssicherheit - Mplus

     

  • Das sagen unsere Kunden

    Stephanie Berdel von der Kreisverwaltung Cochem-Zell:

    Zum 01.05.2013 wurde die Zentrale Vergabestelle bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell eingerichtet, die für die formelle Abwicklung aller förmlichen Vergabeverfahren zuständig ist. Gleichzeitig wurde auch die „E-Vergabe“ eingeführt, welche das bislang praktizierte Verfahren unter Verwendung von Papier ablösen soll. Hier wurde sich für die Nutzung der Vergabeplattform „subreport-ELViS“ entschieden.

    Während des Einführungsprozesses bestand die besondere Anforderung an unsere Verwaltung, neben dem Einstieg in die E-Vergabe gleichzeitig auch die Organisationsstrukturen von einer dezentralen hin zu einer zentralen Abwicklung der Vergabeverfahren anzupassen. Darüber hinaus war die Qualifizierung des Personals der Zentralen Vergabestelle auf verschiedensten Gebieten (Vergaberecht, E-Vergabe, AVA-Software) innerhalb kürzester Zeit sicherzustellen.

    Letztendlich konnte der Umstieg auf die E-Vergabe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vergabestelle reibungslos abgewickelt werden. Die Durchführung der ersten Vergabeverfahren wurde durch die vorgefertigten Masken und Formblätter enorm erleichtert. Mithilfe der Unterstützung durch die Firma Subreport stellte selbst die erste Submission keinerlei Probleme dar. Die Übersichtlichkeit der Plattform vereinfacht die Erstellung einer Ausschreibung erheblich. Die Zeit- und Kostenersparnis wirkt sich nicht nur auf die Zentrale Vergabestelle, sondern auch auf die Bewerber und Bieter aus. Bei der Abgabe eines elektronischen Angebots entfallen für diesen die Portokosten. Durch die Möglichkeit der elektronischen Angebotsabgabe nur wenige Minuten vor der  Submission kann auf den bislang üblichen Versand per Post, welcher die Erstellung eines Angebots schon einige Tage zuvor voraussetzt, verzichtet werden.

    Im Jahr 2013 (01.05.2013 – 31.12.2013) konnten 16 Verfahren mit der Vergabeplattform subreport erfolgreich durchgeführt werden. Obwohl die Ausschreibungsunterlagen von Beginn an ausschließlich elektronisch zur Verfügung gestellt wurden, dominierte die Abgabe von Angeboten in Papierform zunächst erheblich. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen äußerten zu Beginn ihren Unmut über dieses neue, ihnen unbekannte, Verfahren. Durch die kompetente Unterstützung von Ihnen und die Hilfestellungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Vergabestelle findet das elektronische Verfahren jedoch steigenden Zuspruch. Bei den letzten Ausschreibungen im VOB-Bereich wurden bereits bis zu zwei Drittel der Angebote elektronisch eingereicht Aufgrund der stetigen Zunahme der elektronisch abgegebenen Angebote wird von einer weiteren positiven Entwicklung im Jahr 2014 ausgegangen.

    Wir sind der Auffassung, dass sich die E-Vergabe als grundlegender Ansatz des E-Government in den nächsten Jahren weiter verbreiten wird. Als Gewinner des Pilotvorhabens „Modellkommune EGovernment“ werden wir auch zukünftig daran interessiert sein, die Arbeitsprozesse durch den Einsatz neuester Informations-technologien zu verbessern und neu zu gestalten. Diese Anpassungen werden sicherlich auch den Bereich der elektronischen Vergabe betreffen, so dass wir auch weiterhin gerne die kompetente Unterstützung der Firma Subreport in Anspruch nehmen wollen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    Stephanie Berdel

    Kreisverwaltung Cochem-Zell, den 14.02.2014


    Referat Zentrale Dienste
    - Zentrale Vergabestelle (VMS) -
    Endertplatz 2
    56812 Cochem
    Tel.: 02671/61-760
    Fax: 02671/61-5760
    E-Mail: Zvs@cochem-zell.de



    Ulrike Klein-Lorscheiter von der Guttstein Prägebetriebe GmbH & Co. KG:

    Hotline wörtlich für „heißer Draht“ – heißer geht´s nicht.

    Jedes Mal, wenn wir Sie kontaktieren mussten, war Ihre Unterstützung sehr freundlich und hilfsbereit, schnell sowieso und fachkundig aber ohne „fachchinesisch“. Vor allem haben Sie unsere Probleme sofort zu Ihren eigenen gemacht und uns nicht damit alleine gelassen. Besser geht es nicht.

    Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit freuen wir uns.

    Freundliche Grüße
    U. Klein-Lorscheiter

    Guttstein Prägebetriebe GmbH & Co. KG



    Marienhütte 49
    57080 Siegen
    Telefon 0271 / 3191-216
    Telefax 0271 / 3191-281
    zentrale.guttstein@gmail.com

  • subreport vor Ort

    02.06.2014 - 03.06.2014 : MEMO – Fachtagung für Methoden und Werkzeuge zur Verwaltungsmodernisierung
    Ganztägig ab 08:30 Uhr, Historische Reithalle auf dem Leonardo-Campus in Münster