subreport Verlag Schawe bietet ein Internetportal für Auftragsvergaben.
von Barbara aus der Wiesche
Eine von elektronischer Informationstechnik begeisterte Chefin, die sich nicht bremsen lässt - sie ist der Motor, der das inzwischen 90 Jahre alte Kölner Unternehmen subreport Verlag Schawe auf die Überholspur gebracht hat. Wenn man Edda Peters fragt, was ihre Firma eigentlich macht, sagt sie: "Wir helfen unseren Kunden, Zeit und damit Geld zu sparen." subreport ist der größte Ausschreibungsdienst in Deutschland.
Der 1918 in Köln-Mülheim gegründete Verlag, der heute in Kalk seinen Sitz hat, veröffentlicht die Ausschreibungen der öffentlichen Hand; er bietet ein Internetportal für alle, die Aufträge vergeben und erhalten wollen. Allein 2008 hat subreport mehr als 150.000 Ausschreibungen ins Internet gestellt. Seit es "ELViS" gibt, das 2001 im Unternehmen entwickelte Elektronische Vergabeinformations-System, ist der Informationsfluss zwischen Auftraggeber und Unternehmer noch schneller geworden. Eine qualifizierte elektronische Signatur ermöglicht den sicheren Datentransfer.
Die Verlagsgeschichte beginnt 1918 mit Ewald Schawe, der die "Westdeutsche Bauzeitung" herausgibt, den ersten Bauinformationsdienst. Ende 1986 übernimmt Edda Peters die Firma, und mit ihr beginnt "die Neuzeit", so ein Zitat aus der Mitarbeiterzeitung. Weit stärker als bisher wird jetzt EDV-Technologie für die Einstellung und Verarbeitung der Informationsdienste genutzt.
1989 schlägt die Geburtsstunde der Marke "subreport", der Klammer, die alle Medien des Verlags Schawe verbindet. Der Innovationsprozess wird beschleunigt; das Unternehmen legt viel Geld auf den Tisch, um sein Angebot zu optimieren. Spezielle Produkte ermöglichen es den Kunden heute, alle Ausschreibungen auf einen Blick zu erfassen, gezielt zu finden, Aufträge elektronisch zu vergeben und zu bekommen und sich umfassend über nahezu alle Branchen zu informieren. 2008 wurde die Firma, in der rund 50 Leute arbeiten, in den Kreis der 100 innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands gewählt. Über Umsatz spricht man bei subreport nicht öffentlich. "Uns geht es gut", versichert Prokurist Johannes Rother lächelnd.